Ein kleiner Ausflug in die Tee Welt

17. Juni 2025

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Liebe Teefreunde,
wie schön, dass ihr den Weg auf meinen Blog gefunden habt! Ich hoffe, ihr findet diesen ersten Beitrag spannend und erkennt euch vielleicht an der einen oder anderen Stelle wieder.

Erinnerungen in Teetassen

Beginnen möchte ich mit einem Thema, das vor allem Teeneulinge ansprechen dürfte – ein kleiner Überblick über Tee und „Tee“, begleitet von ein paar persönlichen Kindheitserinnerungen.

Als Kind besuchte ich gelegentlich meine Großeltern in Hamburg-Rahlstedt. Schon die Reise dorthin – eine Busfahrt quer durch die Stadt – war jedes Mal ein kleines Abenteuer. Zum Mittagessen gab es oft Bratwürstchen mit Möhren, Kartoffeln und Petersiliensoße. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir jedoch der Fencheltee am Abend – heiß, süß mit Honig und irgendwie tröstlich.

Auch zuhause und bei Freunden war Tee allgegenwärtig: „Roter Tee“ – also Früchtetee – wurde im Winter heiß und im Sommer abgekühlt getrunken. Meine Eltern schworen auf schwarzen Tee, oft die „Deichgrafenmischung“ aus Nordfriesland, stilecht mit Krümelkandis.

Was ist eigentlich Tee?

Für mich war all das – Fencheltee, Früchtetee, Pfefferminztee – einfach „Tee“. So geht es vermutlich vielen Menschen, die sich nicht intensiv mit dem Thema beschäftigen. Und tatsächlich ist es im Alltag auch ganz praktisch, alles als „Tee“ zu bezeichnen, was mit heißem Wasser aufgegossen wird: Kräuter wie Pfefferminze oder Kamille, Früchte wie Apfelstücke oder Hagebutte (wobei der eigentliche Hauptbestandteil von Früchtetees meist Hibiskusblüten sind), oder die klassischen Teeblätter.

Echter Tee: Die Teepflanze Camellia sinensis

Doch genau genommen sind nur Aufgüsse aus den Blättern der Teepflanze Camellia sinensis als Tee im eigentlichen Sinne zu bezeichnen. Dieser immergrüne Strauch aus der Familie der Kamelien stammt ursprünglich aus dem Südwesten Chinas und wird dort seit über 1300 Jahren kultiviert. Aus seinen Blättern entstehen durch unterschiedliche Verarbeitungsformen bekannte Sorten wie grüner, schwarzer, weißer oder Oolong-Tee.

Teeähnliche Getränke: Auch eine Tasse voller Genuss

Früchte- und Kräutertees – ebenso wie Roiboostee – zählen laut Lebensmittelverordnung zu den „teeähnlichen Getränken“. Sie stammen nicht von der Teepflanze, werden aber genauso zubereitet und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Fazit: Tee ist, was guttut

Ob echter Tee oder „teeähnliches Getränk“ – am Ende zählt doch nur eines: der Genuss. Wenn uns eine Tasse Tee oder „Tee“ ein warmes Gefühl, Ruhe oder Zufriedenheit schenkt, dann ist sie genau richtig – unabhängig davon, was botanisch korrekt ist.

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