Liebe Teefreunde,
wie schön, dass ihr den Weg auf meinen Blog gefunden habt! Ich hoffe, ihr findet diesen ersten Beitrag spannend und erkennt euch vielleicht an der einen oder anderen Stelle wieder.
Erinnerungen in Teetassen
Beginnen möchte ich mit einem Thema, das vor allem Teeneulinge ansprechen dürfte – ein kleiner Überblick über Tee und „Tee“, begleitet von ein paar persönlichen Kindheitserinnerungen.
Als Kind besuchte ich gelegentlich meine Großeltern in Hamburg-Rahlstedt. Schon die Reise dorthin – eine Busfahrt quer durch die Stadt – war jedes Mal ein kleines Abenteuer. Zum Abendessen gab es oft einen schönen Fencheltee – dampfend heiß und mit Honig gesüßt.
Bei uns zuhause, aber auch bei Freunden in der Nachbarschaft gab es „roten Tee“, Früchtetee, im Winter warm im Sommer oft abgekühlt als Durstlöscher.
Meine Eltern tranken zum Abendbrot häufig „schwarzen Tee“ („Deichgrafenmischung“, die von Ausflügen in Nordfriesland mitgebracht und mit Krümelkandis getrunken wurde).
Was ist eigentlich Tee?
Für mich war all das – Fencheltee, Früchtetee, Schwarzer Tee – einfach „Tee“. So geht es vermutlich vielen Menschen, die sich nicht intensiv mit dem Thema beschäftigen. Und tatsächlich ist es im Alltag auch ganz praktisch, alles als „Tee“ zu bezeichnen, was mit heißem Wasser aufgegossen wird: Kräuter wie Pfefferminze oder Kamille, Früchte wie Apfelstücke oder Hagebutte (wobei der eigentliche Hauptbestandteil von Früchtetees meist Hibiskusblüten sind), oder die klassischen Teeblätter.
Echter Tee: Die Teepflanze Camellia sinensis
Nur letztere sind Tee im eigentlichen Sinne: Blätter eines immergrünen Strauchs aus der Familie der Kamelien, die mancher vielleicht als hübsch blühende Büsche aus dem Garten kennt und der ursprünglich im Südwesten Chinas beheimatet ist, wo er seit über 1300 Jahren kultiviert und auf die eine oder andere Weise zu Getränken verarbeitet wird.
Dazu in einem späteren Beitrag mehr. Je nach Verarbeitung werden daraus verschiedene Teesorten, insbesondere Grün- und Schwarztee
Teeähnliche Getränke: Auch eine Tasse voller Genuss
Früchte-, Kräuter oder z.B. Roiboostee zum Beispiel sind hingegen kein Tee im engeren Sinne, sondern sogenannte „teeähnliche Getränke“, wie es in der Lebensmittelverordnung heißt, die eben von anderen Pflanzen kommen, aber ebenso wie Tee zubereitet werden.
Fazit: Tee ist, was gut tut
Ob echter Tee oder „teeähnliches Getränk“ – am Ende zählt dass es uns schmeckt. Wenn uns eine Tasse Tee oder „Tee“ ein warmes Gefühl, Ruhe oder Zufriedenheit schenkt, dann ist sie genau richtig – unabhängig davon, von der richtigen Bezeichnung.



